Die
Kornnatter (Pantherophis guttatus) kommt ursprünglich aus
Nordamerika.
Ihr natürlicher Lebensraum zieht sich entlang
der Nordküste von Mexiko bis Washington. Am häufigsten
kommt sie in der Region um Florida vor. Hier gibt es auch die
farbenprächtigsten wildfarbenen Exemplare. Kornnattern werden im
Normalfall ca. 1,2 m bis 1,4 m lang und erreichen einen
Körperdurchmesser von ca. 3-4 cm. Wenn sie aus dem Ei schlüpfen,
sind sie ca. 28 cm lang und nur einige mm dick.
Woher
kommt der Name Kornnatter?
Der
Name ist eine Direktübersetzung aus dem Amerikanischen. Dort
wird die Pantherophis guttatus (ehemals Elaphe guttata guttata), so
ihr lateinisch wissenschaftlicher Name, umgangssprachlich als
"Corn-Snake" bezeichnet, also zu deutsch "Kornschlange".
Da sie zu der Gruppe der Nattern gehört, wurde so die
umgangssprachliche Bezeichnung "Kornnatter" gebildet.
Vermutungen führen zu der Theorie, dass der Name vom Begriff "Cornfield" also "Kornfeld" kommt. Da die Kornnatter sich von Nagern und anderen Kleintieren ernährt, geht sie häufig in Feldern und Äckern auf Beutefang. Sie wird auch oft in Kornspeichern und alten Schuppen gesichtet, eben dort, wo sich Nager bevorzugt aufhalten.
Eine andere Theorie führt auf die Bauchzeichnung der wildfarbenen Kornnattern, diese schachbrettartige Schwarz-Weiß-Zeichnung soll angeblich an einen Maiskolben, im Amerikanischen "Corn Cob", erinnern.
Diese Schlangenart ist ungiftig und hat keinen Schutzstatus, d.h. sie darf ohne Genehmigung einer Behörde gehalten werden.
Zur
Info: Schlangen mit Schutzstatus fallen unter das Washingtoner
Artenschutzabkommen, d.h. man muss sie bei der zuständigen
Naturschutzbehörde seines Wohnortes (meist Regierungspräsidium)
anmelden. Jedes Tier, das einen Schutzstatus aufweist, sollte bei
seriösen Züchtern mit Papieren bzw. mit Kaufnachweis
abgegeben werden.
Kornnattern sind dämmerungsaktiv, d.h. sie kommen erst in den Abendstunden aus ihren Verstecken heraus und gehen in ihren Terrarien auf Entdeckungstour. Sie klettern gerne auf Rinden, Ästen und Pflanzen.
In
der Natur ernähren sich die Kornnattern je nach Herkunft und
Größe von den unterschiedlichsten Beutetieren. Zum
Beutespektrum gehören Echsen wie die sehr häufigen Skinke,
aber auch Mäuse, Ratten, kleine Kaninchen, Fledermäuse und
Vögel. Im Terrarium werden Kornnattern mit Mäusen, Ratten
oder Küken gefüttert. Die Futtertiere sind lebend aber auch
gefroren in Terraristik-Fachgeschäften und gut sortierten
Zoogeschäften zu bekommen.
Je nach Fressverhalten
wachsen Kornnattern mehr oder weniger schnell. Um zu wachsen stoßen
Schlangen ihre alte Haut ab und ersetzen diese durch eine Neue.
Schlangen häuten sich während ihres Lebens unzählige
Male. Ca. 1 Woche vor der Häutung wird die Hautfarbe milchig,
die Augen werden trübe. Es kann vorkommen, dass Schlangen in der
Häutungsphase das Futter verweigern. Die Schlange streift sich
die Haut meist an einem Stein, an einer Pflanze, einer Rinde oder
einem Ast ab. Man sollte darauf achten, dass die Haut an der
Augenpartie vollständig entfernt ist. Probleme bei der Häutung
treten meist auf, wenn die Tiere zu trocken gehalten werden.
Nach
der ersten Häutung einer Jungschlange (ca. 2 Wochen nach dem
Schlüpfen) sollte sie das erste Mal eine nackte Babymaus (Pimky)
angeboten bekommen. Je größer die Schlange ist, umso
größere Mäuse oder Ratten können gefüttert
werden.
Kornnattern werden in Terrarien aus Glas oder Holz gehalten. Die Größe des Terrariums richtet sich nach der Länge der Kornnatter. Über die Terrariengröße gibt es viele verschiedene Meinungen. Ein ausgewachsenes Kornnatter-Pärchen sollte ein Becken mit folgenden Maßen haben: 1,20 m x 0,6m x 0,8 m (Breite-Tiefe-Höhe). Wichtig ist, dass sich die Schlange in der Diagonale des Terrariums komplett ausstrecken kann.
Sie sollten am Tag bei ca. 25-28 Grad °C und einer eine Luftfeuchtigkeit von 60% gehalten werden. Nachts sollte sich die Temperatur um 2-4 Grad° absenken.
Als
Bodengrund wird meist Buchenspäne oder Pinienrinde verwendet. Es
gibt einige Substrate, die die Feuchtigkeit besser speichern als
andere. Kornnattern graben auch ab und zu im Bodensubstrat, es kann
daher auch vorkommen, dass man seine Schlange unter dem Trinknapf
zusammengerollt wieder findet.
Soweit ein kurzer Überblick. Vor der Anschaffung einer Kornnatter sollten Sie sich jedoch genauer mit den Haltungsansprüchen und Pflegebedingungen beschäftigen. Eine gute Einstiegsliteratur ist ratsam. Weiterführende Berichte fíndet ihrim Internet, u.a. auf dieser Seite im Bereich Haltung & Pflege. Gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung.
(Quelle: www.kornnatter.de)